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Swiss Fusion 84 âEUR  
 
Artist: Martin Schlumpf
 
Album: Swiss Fusion 84 âEUR" Live
 
Katalog Nr: UTR 4009
 
Releasedatum: 01.01.1985
 
Albumdauer:
 
Line-Up: Omri Ziegele âEUR" Alt- und Baritonsax
Martin Schlumpf âEUR" Bassklarinette, Altsax
Werner Englert âEUR" Tenorsax, Flöte
Stephan Zimmermann âEUR" Trompete, Flügelhorn
Urs Koller âEUR" Posaune
Kornelia Bruggmann âEUR" Gesang
Martin Schütz âEUR" Cello
Christoph Baumann âEUR" Piano
Hämi Hämmerli âEUR" Bass
Timo Fleig âEUR" Schlagzeug
Marco Käppeli âEUR" Perkussion
 
Credits: Alle Kompositionen sind von Martin Schlumpf (SUISA)
Texte von B1: Hans Arp
Produktion: Martin Schlumpf
Aufgenommen am 31. Oktober 1984 in Luzern
Digital-Aufnahmen: Mobiles Tonstudio Peter Pfister
 
Liner Notes: Der gerade (und damit kürzeste) Weg ans Ziel ist seine Sache nie gewesen: Martin Schlumpf pendelte in seiner bisherigen Musikerlaufbahn zwischen den Polen neue E-Musik und Jazz, Komposition und Improvisation, dem apollinischen Prinzip gewissermassen und dem dionysischen. Noch im Volksschulalter begann er auf dem Cello und genoss natürlich einen klassischen Unterricht. Und als er mit zirka 15 Jahren den Jazz entdeckte, bot sich als nächstliegendes Instrument der Kontrabass an. Jürg Sommer offerierte dem Autodidakten schon nach zwei, drei Monaten einen Platz in seinem Trio, für Schlumpf das geeignete Ãoebungsfeld, seinem Vorbild Scott LaFaro nachzueifern. Doch schon damals übte die sparsame, karge E-Musik ihre Faszination auf den jungen Musiker aus. Martin Schlumpf komponierte seine ersten Streichquartette im Geiste Anton Weberns. Daneben versuchte er sich als Improvisator auch auf Klarinette und Saxophonen.
Als er nach der Matura ein Klarinettenstudium am Konservatorium Zürich begann, schwebte ihm als Ziel die Karriere eines Jazz-Saxophonisten vor. Das Ziel aber löste sich in Luft auf; zu desolat war die damalige Situation auf der Schweizer Szene. Schlumpf verkaufte seine Blasinstrumente und liess sich in Klavier, Theorie und Komposition ausbilden. Der Jazz trat in den Hintergrund und verschwand ganz aus dem Gesichtskreis. Dem Studienabschluss folgte die Anstellung als Theorielehrer am Zürcher Konservatorium. Und vor allem begann jetzt eine recht erfolgreiche Kompositionstätigkeit im Bereich der Neuen Musik. Werkjahre und Kompositionsaufträge waren das Salär dafür.
Doch die Lust am aktiven Musizieren, am Improvisieren ganz besonders meldete sich erneut. Schlumpf holte den Bass hervor und gründete 1980 mit Urs Blöchlinger das «Trio 80», merkte aber schon bald, dass es ihn doch stärker zu den Reeds-Instrumenten zog. Er wechselte zum Altsaxophon und zur Bassklarinette und trat als Leader einer eigenen Jazzgruppe namens «Freischütz» in Erscheinung. Ihre Mitglieder bilden auch den Kern des Ensembles, das die vorliegende Platte einspielte.
So atypisch diese Biographie bisher verlaufen ist, so logisch war die Konsequenz, die Martin Schlumpf 1984 daraus zog. Was lag näher, als aus der These Komposition und ihrer Antithese Improvisation zur Synthese vorzustossen? Die Synthese nennt sich «Swiss Fusion». Und sie ist der âEUR" meines Erachtens durchaus geglückte âEUR" Versuch, Improvisation und Komposition in ein sinnvolles Gleichgewicht zu bringen. Die Aufnahmen auf dieser LP stammen von einem Konzert, das die «Swiss Fusion» im Rahmen ihrer Schweizer Tournee im Herbst 1984 absolvierte. Festgehalten ist jener Konzertteil, in dem die Improvisation âEUR" das Jazzmässige âEUR" dominierte. Im andern, hier nicht aufgezeichneten Teil gab es auch gänzlich durchkomponierte Stücke, die allerdings einem jazzmässigen Denken entsprangen.
Eine solche Konzeption ruft nach Musikern, die anspruchsvolles Blattspielen ebenso beherrschen wie die heute gängigen Imrprovisationsweisen. Dass solche Leute heute auf der Schweizer Szene zu finden sind, «Swiss Fusion» also mehr ist denn ein zugkräftiger Name, beweist diese Platte. Dem Ensemble wäre zu wünschen, es könnte auch in Zukunft für längere Arbeitsphasen zusammentreten. Optimismus scheint dabei angezeigt: Die Schlussnummer der Platte nennt sich «Ouverture».
Bruno Rub
 
Links: www.martinschlumpf.ch
 
 
 
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