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Stepan Rasin  
 
Artist: Q4
 
Album: Stepan Rasin
 
Katalog Nr: UTR 4023
 
Releasedatum: 01.01.1987
 
Albumdauer:
 
Line-Up: Mathias Rissi âEUR" Tenor-, Alto-, Sopransax
Peter Schmid âEUR" Bassklarinette, Bariton, Sopransax, Piccolo
Werner Broger âEUR" Bass
Dani Schaffner âEUR" Schlagzeug, Perkussion
 
Credits: Aufgenommen im Tonstudio Wetter, Winterthur, am 1. Dezember 1986
Toningenieur: Moritz Wetter, Winterthur
 
Liner Notes: Q4, die seit Sommer 1980 bestehende Zürcher Gruppe, stellt hier ihre erste Platte vor.
Wer steht hinter dem Namen Q4?
Spiritus rector oder primus inter pares ist in diesem Kollektiv Mathias Rissi. Er ist Autodidakt mit einem weiten musikalischen Horizont, der vom Blues und Jazz über Klassik bis zur arabischen Musik reicht.
Ebenfalls von Anfang an dabei war Dani Schaffner. Er hat bei Pierre Favre Schlagzeugunterricht erhalten, und von seinem Lehrer stammt wohl auch die Vorliebe für âEUR~KlangmalereienâEURTM. Sein Spiel zeichnet sich ebenso durch Präzision, wie durch zurückhaltende Unaufdringlichkeit aus.
Neu dabei sind seit Januar 1985:
Peter Schmid als zweiter Saxophonist und Bassklarinettist, der mit seiner komplexen Spielweise für Kontrast und Spannung sorgt.
Der Bassist Werner Broger, unauffällig fast, aber mit spielerischer Kompetenz auf seinem Instrument, sorgt, zusammen mit Dani, für den harmonisch-rhythmischen âEUR~TeppichâEURTM.
Das Quartett erarbeitet seine Musik in der Regel gemeinsam, im Kollektiv. Das Thema hat lediglich die Bedeutung eines Rahmens oder einer Art Leitfaden.
Wie die Musikergeneration, die in den 40er Jahren den Jazz erneuert hatte, ihre Erfahrungen und Belastungen von Swing und Dixieland mitbrachten, so bringen die Musiker, die heute auf der Bühne stehen, ihre Free-Jazz-Kenntnisse in ihre Musik mit ein. Das ist auch bei Q4 so und die Ãoebergänge vom Tonalen ins Atonale sind fliessend.
Für den Aufbau ihrer Stücke bedienen sich die vier Musiker nicht des traditionellen Schemas âEUR~Thema/Solo/ThemaâEURTM, sie versuchen sich auch hier von Vorbildern freizuspielen, um neue Spannungselemente in ihre Musik einfliessen zu lassen.
Das musikalische Spektrum reicht von Sonny Rollins über John Coltrane bis zu Dimitri Schostakowitsch, vor allem aber werden eigene Kompositionen vorgestellt.
Das Titelstück DIE HINRICHTUNG DES STEPAN RASIN wurde nach Motiven der Orchester-Kantate von Dimitri Schostakowitsch gestaltet und erzählt die Geschichte der Gefangennahme und Enthauptung des zarenfeindlichen Bauernführers Stepan âEUR~StjenkaâEURTM Rasin aus dem Jahre 1671. Die Suite AMUN-RE (einer der Hauptgötter der alten Ã"gypter) verarbeitet ägyptische Impressionen und Klangbilder aus einem Land mit einer beeindruckenden Vergangenheit.
Der Bezug zwischen Malerei und Musik, das Beschreiben von Bildern mit musikalischen Mitteln, hat eine lange Vergangenheit: von Mussorgskys BILDER EINER AUSSTELLUNG über sinfonische Dichtungen, wie etwa Smetanas MEIN VATERLAND oder Rachmaninovs TOTENINSEL bis hin zu Ellingtons Tongemälde BLACK, BROWN AND BEIGE (über das Leben der Schwarzen in den USA).
Etwas von dieser tonmalenden Tradition ist, so meine ich, auch in der Musik der Q4 u hören. Der dritte Teil von Mathias deutet den Bezug zur Malerei direkt an: ILAD RODAVLAS ist der Name Salvador Dali, rückwärts gelesen.
Ein weiteres musikalisches âEUR~GemäldeâEURTM ist die Komposition POLARNACHT von Peter Schmid. Basierend auf der Ganztonleiter, beschreibt sie eine kühle Stimmung; ein Bild, das mit kaltem Blau gemalt werden müsste.
Harald Hollenstein
 
Links: www.mathiasrissi.com
 
 
 
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